Impuls – kann seufzen ein Gebet sein?

Wie oft geben wir ein leises oder lautes Seufzen von uns. Kann seufzen ein Gebet sein? Kann Gott unser Seufzen hören?- Ja, sicher hört er alles, aber kann Gott darauf antworten? Interessante Frage und deshalb hab ich mich auf die Suche in der Bibel gemacht.

Mir selbst ist es schon oft aufgefallen, dass ich hin und wieder Seufzer von mir gebe, mal etwas lauter mal etwas leiser. Manchmal kann man einfach nicht mehr reden oder mag nicht mehr. Dann lässt man einfach einen tiefen oder leichten Seufzer los.

Was bedeutet seufzen?

Seufzen ist ein Ausdruck von Kummer, Traurigkeit, Schmerz, Enttäuschung, Wehmut, Sehnsucht oder Resignation oder ähnliches, ein schwer hörbares ein- und ausatmen.

In der Bibel steht das seufzen in griechisch.: stenazo oder auch stenagmos bedeutet übersetzt aus der Strong-Übersetzung: um zu seufzen, zu murmeln, unhörbar zu beten : mit Trauer, stöhnen, Groll und Seufzen.

Was sagt die Bibel?

Es gibt sehr viele Bibelverse wo seufzen erwähnt wird, ich habe sie nicht gezählt, jedoch die meisten waren in den Psalmen zu lesen.

Wir lesen im Römer 8,26 das der Geist (der Heilige Geist) unserer Schwachheit zu Hilfe kommt. Warum? Weil wir oft im Gebetsleben ratlos sind und nicht wissen, wie wir uns ausdrücken sollen. So kommt der Heilige Geist uns zu Hilfe mit unausprechlichen Seufzern = grie. stenagmos.

Römer 8,26 : “Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich“s gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.” 

die Amplified übersetzt diesen Vers noch tiefer:

So wie der Geist zu uns kommt und uns in unserer Schwäche hilft. Wir wissen nicht, welches Gebet wir anbieten sollen
oder wie wir es anbieten sollen, aber der Geist selbst [kennt unsere Notwendigkeit und zur richtigen Zeit]
tritt in unserem Namen mit Seufzern und Stöhnen ein, die zu tief für Worte sind.

Der heilige Geist kommt und füllt unsere Schwäche aus. Es gibt einfach Dinge die wir nicht in Worte fassen können. Wir wissen nicht welches Gebet oder wie, aber der Geist, der Heilige Geist kennt unsere Notwendigkeit und das zur richtigen Zeit.

Auch können wir im 2. Korinther 5,1-5 lesen, dass wir in unserem Zelt, in einer anderen Übersetzung steht Hütte seufzen. Das Zelt bzw. Hütte ist unser Leib der vergänglich ist und so manche Probleme mit sich bringt. Dies können Krankheiten, Süchte usw. sein.
In diesem Zelt seufzen wir vor Sehnsucht darnach, dass wir endlich mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden.

Gott unser Vater…

Im 2. Mose 6,5 lesen wir: “Und ich habe auch das Seufzen der Kinder Israels gehört, weil die Ägypter sie zu Knechten machen, und habe an meinen Bund gedacht.

Gott hat das Seufzen Israels gehört, und hat dann an seinen Bund gedacht.

Apostelgeschichte 7,34

Ich habe die Misshandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, sehr wohl gesehen und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen, um sie herauszuführen. Und nun komm, ich will dich nach Ägypten senden!

Hier steht nicht, dass sein Volk gebetet hatte, sondern das Volk schrie und seufzte. Gott hat die Misshandlungen seines Volkes gesehen und hier erkennen wir ganz klar, dass Gott auf das Seufzen der Israeliten als er es gehört hat, reagierte.

Gut, man könnte jetzt sagen, dass ist aber altes Testament. Okay, dann gehen wir zum Neuen Testament.

Jesus

Jesus hatte in Markus 7,34 einen Taubstummen geheilt. Jesus legte seine Finger in seine Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel. “Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte (grie.: stenazo) und sprach zu ihm: Ephata!, das heißt: Tu dich auf!”

Was ich noch interessanter finde ist im Johannes 11,38 – 41 zu lesen, es geht um Lazarus. Lazarus war bereits 4 Tage verstorben. Als Jesus zum Grab kam seufzte er und er sah in den Himmel und sagte : “Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.” Dann sollte Lazarus raus kommen, was er auch tat.

Hier steht auch an keiner Stelle das Jesus ein Gebet oder ähnliches gesprochen hat. Jesus seufzte und sah in den Himmel und dankte Gott, dass er ihn erhört hatte.

Schlusswort

Ich glaube das Gott, der unser liebevoller Vater ist, unser seufzen hört und auch etwas unternimmt. So wie Gott es im alten Testament oder im neuen Testament auch gemacht hat. Es gibt einfach Zeiten wo wir nicht mehr beten können, weil uns alles zuviel wird und nur noch seufzen.

Dennoch ist unser Gott ein liebender Vater, der in unsere Herzen sieht.

Gottes Segen – Claudia Kenngott

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Seufzen hilft!

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