Ich bin Christ, wie gehe mit Zorn um?

Ich bin Christ, wie gehe ich mit Zorn um? Wir Christen wissen, dass wir nicht zornig sein sollen. Richtig? Und wenn wir es doch werden, dann kommt unser schlechtes Gewissen und fühlen uns schuldig vor Gott.

Es kommt in unserem Leben öfters vor, dass wir ungerecht behandelt werden, oder es werden lügen über uns verbreitet, wir werden gekränkt und so weiter. Dann kommt dieses Gefühl hoch und wir werden zornig.

Interessant ist, was sich im Wort “Zorn” sich für Synonyme aufhalten.

Denn viele wissen vielleicht gar nicht, dass sie zornig sind. In inneren ihres Herzens haben sie Bitterkeit, sind gereizt und sind ungehalten usw.

Was ist Zorn? Hier einige Synonyme zu Zorn:

Synonyme: Ärger, Aufgebrachtheit, Empörung, Entrüstung, Erbitterung, Erregung, Gereiztheit, Jähzorn, Missmut, Raserei, Tobsucht, Verärgerung, Verdrossenheit, Verdruss, Verstimmung, Wut; Bitternis, Groll, Hader, Ungehaltenheit, Unmut, Unwille; Aggression

Ich zeige Euch gleich, dass es nicht schlimm ist wenn man zornig wird. Sondern das Handeln, dass aus dem Zorn heraus kommt, ist das Problem.

Denn wie wir später lesen – auch Jesus wurde zornig. Doch zuerst lesen wir die Bibelstelle im Epheser

Epheser 4,26 „Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid, und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“

Hier steht sündigt nicht, wenn…und seid ! Wir sehen, dass die Sünde also unser Fehlverhalten gegenüber Gott, aus dem Zorn hervor kommt.

… und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.  Wir sollten den Zorn nicht über den Tag bis in die Nacht mit uns rum schleppen.

Keine Möglichkeit

Epheser 4,27 „Gebt dem Teufel keine Möglichkeit, durch den Zorn Macht über euch zu gewinnen!“

Interessant das wir hier lesen, das wir dem Teufel die Möglichkeit geben durch den Zorn Macht über uns zu gewinnen.

Im Alten Testament finden wir einige Stellen, was Zorn im schlimmsten Fall bewirken kann :

Hier 2 Beispiele:

-Als Gott, Kain sein Opfer nicht einmal ansah, wurde Kain zornig. Wir wissen was darnach geschah… Kain schlug seinen Bruder Abel tot. (1.Mose 4,5)

1.Könige 21,4 : Ahab, damals König von Israel wollte einen Gemüsegarten anlegen, dazu brauchte er den Weinberg von Nabot. Er hatte den Weinberg als Erbe bekommen.

Ahab wollte den Weinberg, weil der nahe bei seinem Haus war und bot Nabot Geld an oder einen besseren Weinberg. Nabot wollte den Weinberg nicht verkaufen oder tauschen, weil dieser aus dem Erbe stammt.

Da kam Ahab heim, missmutig und zornig. Er legte sich auf sein Bett, hat sein Gesicht abgewandt und aß nichts mehr. Er war ziemlich sauer, weil er auch nichts mehr aß. Am Ende hat seine Frau Isebel dafür gesorgt, dass durch Verleumdung/Falschaussage, Nabot gesteinigt wurde und so starb.

Unsere Welt

Und wenn wir unsere Welt ansehen, dann ist es nicht schwer zu erkennen, dass die ganze Welt im Zorn liegt…

Wir brauchen nur die Nachrichten ansehen, es kommt nur negatives… Randalen, Schießerei, Mord und Totschlag usw.

Jakobus 1,19-20Liebe Freunde, seid schnell bereit, zuzuhören, aber lasst euch Zeit, ehe ihr redet oder zornig werdet. (20) Denn menschlicher Zorn kann niemals etwas hervorbringen, das in Gottes Augen gerecht ist.“

Bevor wir reden oder zornig werden.. denn menschlicher Zorn…. Jakobus macht hier einen unterschied er sagt menschlicher Zorn…. Nicht göttlicher Zorn…Gott kann zornig sein… aber unser Zorn, kann niemals etwas hervorbringen, das in Gottes Augen gerecht ist.

Der Zorn beginnt bereits in unseren Kopf… Ein Beispiel:

Es ist ein super Tag, wir sind gut drauf. Plötzlich… Wir hören das eine heftige Lüge (Alkoholikerin) über dich erzählt wird…..dann fängst du an zu denken: „was fällt dieser Person ein, über mich solche Lügen zu verbreiten, was habe ich ihr getan?“ …. Diese Gedanken wenn wir sie weiter schweifen lassen, bringen uns ein negatives Gefühl hervor, das uns zum Handeln zwingen will. Indem ihr Wutausbrüche bekommt oder dem Gegenüber sämtliche Namen gibt, die nicht gerade schön in Gottes Ohren sind. Im schlimmsten Fall, eine Ohrfeige gebt.

Wir sprechen Gift!

Seit langsam im Reden…sonst machen wir auf einen Schlag alles kaputt, was wir in unserem Geist aufgebaut haben.

Die Zunge entscheidet über Tod und Leben heißt es in den Sprüchen (Spr. 18,21). Ich habe dazu schon einmal einen Vortrag gehalten.

Meine Geschichte:

Ich muss gestehen ich war früher sehr schnell zornig. Gott hat da schon einiges getan. Doch noch immer nach 29 Jahren kommen diese Gefühle in mir hoch wenn ich mich ungerecht behandelt fühle oder etwas ungerechtes sehe, was mich nichts angeht. Es fängt innerlich an zu brodeln und dann heißt es normalerweise ich lasse meine Wut raus, was nicht immer gut ist für mein Gegenüber oder ich platze innerlich.

Beides ist nicht sinnvoll und schadet mir. Zorn ist nicht die richtige Verhaltensweise.

In Sprüche gibt es 3 gute Stellen für Zorn:

Sprüche 15,18 „Ein zorniger Mann erregt Streit, aber ein Langmütiger stillt den Zank.“

Sprüche 22,24-25 „Halte dich von einem zornigen Menschen fern und meide den Jähzornigen, (25) damit du nicht wirst wie sie und dein Leben aufs Spiel setzt.“

Und zuletzt Sprüche 16,32 „Es ist besser, geduldig zu sein als mächtig; es ist besser, Selbstbeherrschung zu besitzen, als eine Stadt zu erobern.“

Wir haben Gefühle, die auch gutes hervorbringen, doch wenn sie ins negative gehen, sollten wir uns beherrschen können.

Wir dürfen unseren Gefühlen keine Macht über unseren Körper geben!

Ich weiß das aus eigener Erfahrung, es ist nicht leicht und ich lerne auch heute noch dazu.

Doch wir haben die Möglichkeit unsere negativen Gefühle Gott zu geben. Wir brauchen sie nicht alleine zu tragen, Gott ist unser Verteidiger.

Wenn es also in dir brodelt, weil Du dich ungerecht behandelt fühlst oder gekränkt wurdest, dann geh irgendwo hin wo du alleine bist und sag „ Vater, das kommt nicht von Dir, bitte nimm mir dieses Gefühl, bevor ich sündige“

Zorn ist keine Sünde, aber das Verhalten im Zorn, kann Sünde hervorbringen.

Das Gegenteil von Zorn ist Langmut!

Jesus war zornig

Markus 3,1-5  „Und er ging wiederum in die Synagoge. Und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. (2) Und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten.

(3) Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte! (4) Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen.

(5) Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah, betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wieder gesund wie die andere.

Was machte Jesus in seinem Zorn?

-er stritt sich mit den Pharisäern nicht

-er sagte: strecke deine Hand aus… die Hand wurde gesund wie die andere. Er tat etwas Gutes.

Böses mit Bösem?

Römer 12,17-19 „Vergeltet anderen Menschen nicht Böses mit Bösem, sondern bemüht euch allen gegenüber um das Gute. (18) Tragt euren Teil dazu bei, mit anderen in Frieden zu leben, so weit es möglich ist! (19) Liebe Freunde, rächt euch niemals selbst, sondern überlasst die Rache dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben: »Ich allein will Rache nehmen; ich will das Unrecht vergelten«, spricht der Herr.“

Römer 12,20-21 „Handelt stattdessen so, wie es in der Schrift heißt: »Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen. Wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken, und er wird beschämt darüber sein, was er dir angetan hat.« (21) Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

 

Vertraue Gott

Psalm 37,1-8 „Ein Psalm Davids. Ärgere dich nicht über die schlechten Menschen. Beneide die nicht, die Unrecht tun. (2) Denn sie werden wie Gras verdorren und wie Blumen verwelken. (3) Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, dann wirst du im Lande sicher leben, und es wird dir gut gehen. (4) Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht. (5) Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. (6) Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne. (7) Sei ruhig in der Gegenwart des Herrn und warte, bis er eingreift. Ärgere dich nicht über die Bösen, denen es gut geht, und fürchte dich nicht vor ihren bösen Plänen. (8) Lass dich nicht zu Zorn und Wut hinreißen! Ärgere dich nicht, damit du nichts Unrechtes tust!“

Vertraue Gott.. Wir sollen Böses mit gutem vergelten.

Gutes tun!

Das gute tun, muss man allerdings auch erst lernen (Titus 3,14)

Gerade in schwierigen Situationen…Denn Christen kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die geistlichen Mächte der Finsternis.

Paulus sagte: Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und bin im Glauben treu geblieben.“ (2.Timotheus 4,7)

Wenn wir also den Zorn in uns verspüren, dann sollten wir folgendes tun:

  • Beten
  • Segnen
  • Gutes tun

Wenn also eine Herausforderung ansteht, lasst euch nicht hinreißen sondern betet, segnet diese Person und tut irgendjemanden etwas Gutes!

Das ist die beste Antwort an den Teufel der uns mit Streit und Kränkungen aus der Reserve locken will.

Epheser 4,30-31 „Achtet darauf, den Heiligen Geist nicht durch euer Verhalten zu betrüben. Denkt vielmehr daran, dass ihr sein Siegel tragt und dadurch die Gewissheit habt, dass der Tag der Erlösung kommen wird.

(31) Befreit euch von Bitterkeit und Wut, von Ärger, harten Worten und übler Nachrede sowie jeder Art von Bosheit.“

Ich hoffe ich konnte euch segnen, für die einen wird es nichts neues sein, dafür eine Auffrischung. Die schadet nie 🙂

Gottes Segen – Claudia Kenngott

P.S. Das hier ist ein kurzer Schnitt, ich empfehle Euch das Video auf youtube anzusehen.

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