3 Wesensarten – Die Liebe zur Welt

Die Liebe zur Welt, was bedeutet das? In Corona Zeiten können wir an uns selbst prüfen, woran unser Herz liegt. Johannes beschreibt hier die 3 Wesensarten von denen, die für diese Welt leben.

Warum lässt Gott das zu? Obwohl ich ein Kind Gottes bin? Sicher viele Christen fragen sich das, doch wieviel mehr trifft es die, die Jesus nicht im Herzen haben! Die ihr ganzes Vertrauen auf ihren Reichtum und Ansehen gesetzt haben. Doch wir Christen haben Gott, der uns hilft und auch erzieht.

Im Moment wird alles Erschüttert, es trifft nicht nur die reichen sondern auch die armen, die Ungläubigen wie auch die Gläubigen. 

Wir können an uns selbst prüfen, woran unser Herz liegt, deshalb möchte ich die 3 Wesensarten – die Liebe zur Welt aus 1.Johannesbief sind, näher erläutern.

3 Wesensarten – die Liebe zur Welt

 

»…denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut [Prahlerei] des Lebens, ist nicht vom [aus dem] Vater, sondern ist von [aus] der Welt.«  (1..Joh. 2,16 – ELB)

1 Johannes 2,16„denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut [Prahlerei] des Lebens, ist nicht vom [aus dem] Vater, sondern ist von [aus] der Welt.“ (ELB)

  1. Die Begierde des Fleisches…

In anderen Übersetzungen steht auch die „Fleischeslust“. Diese „Fleischeslust“ oder auch „Begierde“ wird im grie.: übersetzt mit „epithymia“: was Begierde, begehren bedeutet.

Paulus macht in Epheser 3,2 deutlich, dass das zum Lauf dieser Welt gehört:
Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.“ (ELB)

Doch genau das, widerspricht dem Geist, wie wir im Galater 5,17 lesen können:
Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.“

 

Was sind nun das „begehren des Fleisches“?

Lust oder begehren ist ein Habenwollen, Genießen in jeder Hinsicht.  Sie hält immer die Menschen bei sich selber fest und sucht ihm die Erfüllung seines Lebens im „Ichhaften“ an sich reißen vor zu machen.

Hier eine kleine Aufstellung von Verlangen der Lust, der starke Wunsch nach etwas:

Im guten Sinn:  Spr 10,24; Dan 11,37; Lk 22,15; Phil 1,23; 1Thes 2,17

Im neutralen Sinn: Mk 4,19; Offb 18,14; ua

Im geschlechtlichen Sinn:  Gal 5,24; 1Thes 4,5; 2Tim 2,22; ua.

Im bösem Sinn nach dem was verboten ist: Spr 12,12; 21,26; Ps 106,14; Röm 7,7; Eph 4,22; 2Petr 1,4; Jud 1,16; uva.

 

  1. Augenlust

„der Augen Lust“ ist das gierige Verlangen das Körper, Geist und Seele des Menschen auf dem Wege über das Auge beherrscht.

Die „Augenlust“ wird erstmals in 1.Mose 3,6 beschrieben:

Als nun das Weib (Eva) sah, dass von dem Baume gut zu essen wäre und das er eine Lust für die Augen und ein wertvoller Baum wäre….

Nachdem der Teufel, Eva den Mund wässrig gemacht hatte wegen der Frucht, hat Eva sich von ihren Augen täuschen lassen. Sie sah sich den Baum und deren Früchte an und umso mehr sie die Früchte ansah wurde der Wunsch innerlich stärker davon zu essen.

So ist es auch in unserem Leben hier auf dieser Welt.

Das Streben nach Unabhängigkeit, Reichtum und Ansehen ist in den Menschen mehr und mehr ein innerer brennender Wunsch geworden.  Sie nehmen alles in Kauf um dieses Ziel zu erreichen, auch wenn sie ihre Seele an den Teufel dafür verkaufen und dadurch Gott den Rücken kehren und ihn vergessen.

Hier 3 weitere Beispiele, was die Augen vollbringen können:

2.Sam. 11,2 – David sah beim Spaziergang auf den Dach eine Frau baden… er wurde zum Mörder

Jos. 7,21 – Ein Soldat an Josuas Seite, wurde zum Dieb weil er sah…

Psalm 119,37 „Wende meine Augen ⟨davon⟩ ab, das Eitle zu betrachten. Belebe mich auf deinen Wegen!“ (ELB)

 

  1. Hoffärtiges Leben

Hoffärtig grie.: (alazoneia) -> Prahlerei (d. großtuerische Reden, d. Aufschneiderei, Protzerei, d. Hochmut der sich aus solchem Verhalten erweist, d. Hoffart. Jak 4,16; 1Jo 2,16)

d.h. der prahlerische Aufwand eines Lebens ohne Gott.

 

Schlusswort

Die “Lust” vergiftet das Herz, sie törnt das Auge an und treibt die Hand zur nicht Gott gewollten Taten.

Doch wiedergeborene Christen aber ist nicht das Habenwollen in Lust, sondern das dienende in Liebe.

Es geht hier also NICHT darum, das wir uns nicht kaufen oder etwas tun sollen was uns gefällt. Es geht darum, das ich nicht etwas kaufe oder in Handlung tue, was gegen Gottes Gebot ist.

Die Liebe zur Welt, schließt die Liebe zu Gott aus. Denn diese gefallene Welt steht im krassen Gegensatz zu allem, was Gott ist, so kann man beide nicht gleichzeitig dienen.

 

»Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich immer an der Wahrheit. Die Liebe erträgt alles, verliert nie den Glauben, bewahrt stets die Hoffnung und bleibt bestehen, was auch geschieht. (1.Korinther 13,4-7 NLB)

Gottes Segen – Claudia Kenngott

 

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